Einschlafen von Kindern

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Kinderschlaf ist ein komplexes Thema. Um entspannt einschlafen zu können, brauchen sowohl Kinder als auch Erwachsene eine ruhige, entspannte Umgebung und Müdigkeit. Gerade bei Kindern ist der emotionale Zustand der Eltern ein wichtiger Faktor.

Was gibt es für Möglichkeiten, wenn die Einschlafsituation sowohl Eltern als auch Kinder beginnt einander in die Verzweiflung zu treiben?

Warum schläft mein Kind nicht so wie ich es möchte oder glaube zu brauchen? Diese Frage ist wie ein Rätsel zu behandeln, für das jeder eine individuelle Lösung finden wird. Schritt für Schritt mit offenem und vor allem neugierigem Blick geht es in diesem Fall am Besten voran. Ein guter Anfang ist dabei zum einen aus der Richtung des Kindes im Hinblick auf Erlebtes und körperliche Entwicklung darauf zu schauen und zum anderen die aktuelle Situation der Eltern zu beleuchten.

Fangen wir beim Kind an

Zahnen bietet viel Potential, um den Schlaf unruhig und das Einschlafen schwierig zu machen: der Kiefer kann schmerzen, die Verdauung schwer und unruhig werden.

Verdauung generell beeinflusst den Kinderschlaf.

Jede Veränderung im Leben des Kindes wie z.B. eine neue Betreuungssituation, weniger Tagesschlaf, Besuch, Ausflüge beeinflusst sowohl die Verdauung als auch den Schlaf. Abends können unverarbeitete Tageserlebnisse viel Unruhe und auch Überdrehen mit sich bringen. Ein Tag mit vielen Eindrücken, aber auch mit einem oder wenigen intensiven Eindrücken kann möglicherweise nicht direkt während des Tages emotional vom Kind verarbeitet werden.

Bei Kindern kann man vereinfacht sagen, weniger im Laufe des Tages ist für einen entspannten Einschlafprozess und einen erholsamen Nachtschlaf mehr. Und Veränderungen im Körper und im Alltag führen zu unruhigen Einschlaf- und Nachtphasen, die es liebevoll zu begleiten gilt. Als Begleitung kann sich u.a. ein Abendritual mit viel Zeit und einer Geschichte, die das Erlebte oder die Veränderung aufgreift, eignen.

Schauen wir zu den Eltern

Stress aller Art wirkt sich indirekt immer auf die Kinder aus.

Die wichtigste Frage ist damit - habe ich Stress in irgendeiner Form? Manchen Stress sind wir sogar so gewohnt, dass er uns nicht mehr bewusst ist. Wie kann ich so etwas finden? Ich folge nervigen Begebenheiten, Dingen, die ich nicht gerne tue und trotzdem täglich wieder mache. Ich suche nach Begebenheiten vor denen ich mich gerne ablenke.

Feste Erwartungen und Vorstellungen davon wie oder wann ein Kind einschlafen soll können den entspannten Nachtbeginn behindern. Manche Bilder in unseren Elternköpfen haben wir unbewusst übernommen, andere haben wir uns selber ausgedacht. Beide stehen der Situation wie sie ist im Weg, denn sie hindern uns daran, wahrzunehmen. Wahrzunehmen wie es unserem Kind geht, was es braucht, wie es sich fühlt und genauso wahrzunehmen wie es uns geht, was wir brauchen, was wir fühlen.

Egal was uns Eltern umtreibt, um für unsere Kinder gut da sein zu können (nicht nur beim Einschlafen), hilft es selbst gut versorgt zu sein. Jedes bisschen Entspannung, frei werden von Vorstellungen wie etwas zu sein hat, bringt uns näher in den Kontakt mit unserem Kind und damit in die Lage entspannt, gelassen und kreativ auf die Gegebenheiten eingehen zu können.


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